Gestern war es nun endlich soweit: Ich habe meine Kündigung bei der Nordcom abgegeben. Das Verhalten der Mitarbeiter passte zum Gesamtbild:
Zunächst wollte ich es direkt in der Franz-Böhmert-Straße (also am Weserstadion) abgeben, da das eigentlich kaum ein Umweg auf dem Weg von der Firma nach Hause ist. Dort bin ich aber erstmal gegen eine verschlossene Aussentür zu einem Großraumbüro gelaufen. Der Mitarbeiter in der Nähe der Tür schaut nur einmal auf, aber macht keinerlei Anstalten mir die Tür zu öffnen oder einen anderen Weg zu weisen. Die Haupteingangstür ist mit Kartenzugang verschlossen und es gibt keine beschriftete Klingel. Da ich aber eine Eingangsbestätigung haben wollte, verschmähe ich den Briefkasten und mache mich auf den Weg in die Innenstadt.
Dort sitzen in der Filiale Knochenhauerstraße drei fürchterlich gelangweilte Mitarbeiter, die nichts tun ausser sich Bilder im Internet anzuschauen. Immerhin grüßt mich der männliche Mitarbeiter und fragt nach meinem Anliegen. Ich reiche ihm die Kündigung mit der Bitte um eine Eingangsbestätigung. Auf dem Weg zum Drucker/Fax/Kopierer liest er sich die Kündigung durch, aber ausser einem lapidaren “Oh. Das klingt ja nicht so gut.” kam gar nichts. Weder vorher noch nachher.
Als das Fax durch war gab er mir den Sendebericht mit und wenn ich mich nicht verabschiedet hätte, wäre er vermutlich stumm wieder zu seinem Rechner gelatscht.
Hier meine Kündigung:
nordCom
EWE TEL GmbH
Franz-Böhmert-Straße 1
28205 Bremen
Bremen, 08.05.2007
Kündigung
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige mich meinen „DSL-Uni 2000 mit ISDN-Mehrgeräteanschluss mit DSL“¹ -Vertrag ohne Vertragsnummer² fristgerecht zum 16.08.2007.
Die Gründe sollten Ihnen mehr als bekannt sein:
- Dreizehn Wochen, um einen Umzug durchzuführen ist definitiv zu lange,
- Sie als mein Vertragspartner sind nicht in der Lage ihre Subunternehmer (hier also die Uni) so im Griff zu haben, dass ein Kunde eine vernünftige Leistung erhält,
- Einen mehr als zwei Monate vor dem gewünschten Schaltungstermin beauftragten Umzugstermin waren sie auch erst drei Wochen später in der Lage durchzuführen,
- Dass ein Umzug eine neue Vertragslaufzeit beinhaltet, wurde mir von Frau $Mitarbeiterin nicht gesagt – auch nicht, als ich fragte, warum der Umzug mittlerweile kostenlos ist, dies steht irgendwo im Kleingedruckten des Auftrages,
- Die Hereinnahme einer Telefonnummer in meinen Vertrag, sowie die Herausnahme war bei beiden Umzügen jedes mal ein Problem,
- Uni-DSL ist teurer als ein entsprechendes Produkt für „Normalsterbliche“, ein Vertragswechsel bedeutet jedoch wieder eine Verlängerung der Mindestvertragslaufzeit. Das sehe ich – ohne Gegenleistung – nicht ein: Jeder Mobilfunkanbieter bietet subventionierte „Hardware“ bei Vertragsverlängerung,
- Den Austausch eines defekten, subventionierten Gerätes, welches ein von mir geworbener Neukunde mir weiterverkauft hat, konnte nur der Neukunde durchführen und nicht ich, obwohl ich alle Unterlagen zur Hand hatte.
Auch in Gesprächen waren Sie kein Stück bereit, in irgendeiner Weise auf mich zuzukommen.
Ich erwarte die Freigabe meiner Telefonnummern ($Telefonnummer1, $Telefonnummer2, $Telefonnummer3) für die Rufnummernmitnahme zu meinem neuen Anbieter, sowie eine schriftliche Kündigungsbestätigung.
Mit freundlichen Grüßen
Malte Diers
__________________________
¹ Ja, so steht das in meiner Auftragsbestätigung für den letzten Umzug vom 01.08.2006: DSL mit DSL
² Zumindest steht keine im genannten Schreiben
Über einige der Punkte habe ich schon gebloggt:
Hier,
hier,
hier,
hier und
hier
Kommentare
Wed, 28.12.2011 13:54
Ich verstehe nicht, wo das Pro blem her kam. Bei mir installi erte Ubuntu auf einem Dell- La ptop sofort ohne Problem [...]
Tue, 04.01.2011 08:22
Wow zu Lunik wär ich auch gern gegangen! Könnte euch nen Bericht über Rock im Park näc hstes Jahr liefern, auch [...]
Wed, 19.05.2010 23:37
Wirklich echt schöne Videos vo m A380! Ein tolles Flugzeug!
Thu, 21.01.2010 01:14
Zufällig grade hier gelandet. Du hättest auch über System un d sprachverwaltung gehen könne n sollst sowieso machen [...]
Wed, 20.01.2010 19:55
Eben und aus genau dem zuletzt genannten Grund sind Linux un d ich auch immer noch keine Fr eunde