Schnuff musste am Freitag arbeiten, aber ich nutzte die Zeit und das Wetter, um einen wunderschönen Ausflug zu machen. Zunächst suchte ich mit Hilfe der Seite
gps-tour.info eine mögliche Route. Schnell war klar, dass es die Strecke von Oldenburg nach Bremen wird. Diese Strecke lud ich in Google Earth und schaltete zusätzlich die Geocaches der Webseite
geocaching.com auf. So suchte ich mir acht Caches entlang des Weges aus und druckte sie aus. Ebenso die Fahrzeiten und Zwischenhalte der Regionalbahnen und Regionalexpresse, um im Falle eines kaputten Rades wieder nach Hause kommen zu können.
Hier befindet sich der Track der Tour nebst einigen markierten Punkten, die im folgenden Text dann auch noch beschrieben werden.
Gegen 12:00 Uhr war startete ich vom Oldenburger Hauptbahnhof und fuhr zunächst zum Staukreisel und zur Doktorsklappe (am Wendehafen) um die dortigen Geocaches zu heben. Weiter ging es über die Cäcilienbrücke durch Osternburg Richtung Tweelbäke.
Noch gar nicht ganz raus aus Oldenburg, sah ich schon die ersten Kühe:
Das ist aber eigentlich gar nichts gegen die Unmengen an Rhododendren, die links und rechts des Weges in den Vorgärten wucherten:
Mein nächstes Ziel war ein Geocache am Tweelbäker See, von dem ich auch gleich mal ein Bild (nur echt mit Hund

) gemacht habe:
Direkt in der Nähe steht der Aronsboom:
Nun konnte ich auch mal ein Stück radeln und machte erst ein paar Kilometer weiter wieder halt: Am Planetenlehrpfad. Er befindet sich an der Bahnstrecke zwischen Wüsting und Hude. Früher habe ich ihn oft aus dem Zug gesehen und wollte schon als Kind da immer hin, um mir das Ganze etwas genauer anzusehen. Jetzt endlich habe ich es mal geschafft:
Die nächste Station war Hude. Zunächst bin ich direkt zum Skulpturenpark gefahren ohne der Klosterruine viel Beachtung zu schenken — die Kamera wollte ich dann auf dem Rückweg vom Skulpturenpark im Anschlag haben. An besagtem Park habe ich dann auch noch fix einen Geocache gehoben. Das ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass man Dinge entdeckt, die man ohne Geocaching so wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen hätte, denn ohne den Cache hätte ich den Abstecher dorthin nie gemacht:
Und wie ich schon sagte: Für die Rückfahrt des Abstechers hatte ich mir die Kamera in den Anschlag genommen. Zunächst der Huder Bach und ein malerisches Waldstück:
Außerdem musste man durch die Bahnunterführung. Am Beginn des Weges, in der Nähe des Klosters, war ein Pegel mit einer Warnung: "Achtung! Wenn Wasserstand im roten Bereich ist, dann ist die Unterführung überflutet." Ich hatte aber noch Glück:
Zurück vom Abstecher schaute ich mir die Klosterruine an:
Die Geocaches wurden spärlicher und so konnte ich ein ganzes Stück radeln bis ich dann am Großsteingrab in Stenum war. Das Grab selbst war aber nicht spannend genug, um Fotos davon zu machen

. Östlich von Schierbrok sah ich aber folgendes:

Ein schön angelegter Platz, um eine vernünftige Pause machen zu können. Gegenüber den Bänken, die es anderswo gibt, ist das eine richtige Perle!
Nördlich von Heide wich ich vom vorgeschlagenen Weg ab, denn ich war nur ca. 1,5 Kilometer vom Haus meiner Tante entfernt, sodass ich mich entschied, mal auf einen Sprung bei ihr reinzuschauen. Auf dem Weg dorthin gab es am Straßenrand auch noch Rhabarber zu kaufen: Perfekt! So hatte ich dann auch gleich ein Gastgeschenk. Als ich aber bei ihr klingelte, war sie nicht da. Ich rief sie kurzerhand an und sie meinte, dass sie in drei Minuten auch zuhause ankommt — und sie behielt recht.
So haben wir dann schön ein Stündchen auf der Terasse gesessen und uns bei frischer Ananas unterhalten. Gegen halb sechs brach ich wieder auf, um pünktlich zum Abendessen an Schnuffs Esstisch aufzutauchen. Eine dreiviertelstunde später endete die Tour dann in der Bremer Neustadt wieder.
Fazit: Ein ganzer Tag Spaß, acht gehobene Geocaches, viel draußen gewesen, was für den Körper getan und endlich mal wieder meine Tante besucht. Und das für den lächerlichen Einsatz von 2,50 Euro, die ich für das Fahrradticket zahlen musste.