Was für ein geniales Wochenende. Nun sind wir wieder zurück, und so komme ich auch endlich dazu, vom Live Earth zu berichten. Wie der geneigte Leser gemerkt haben wird, kam weder Freitag- noch Samstagabend ein Update. Ich hatte meinen Laptop nämlich nicht mit. War irgendwie kein Platz mehr.
Pünktlich fünf Minuten zu spät, kam ich am Freitag am Funkhaus an. Dort wurden schon T-Shirts und Sattelschoner verteilt und man stellte sich den anderen vor. Um 9:20 Uhr waren wir für die Moderation vor dem “Wetter und Verkehr” vorgesehen. Hochtechnisch wie Bremen4 ausgestattet ist, war der Rückkanal aus dem Studio zum Livereportert Martin Neuhaus ein klassisches Handy

. Unter anderem ging eine Frage an mich: Ob ich denn schon gut gefrühstückt hätte. Hatte ich natürlich nicht, was ich auch prompt kund getan habe...
Um kurz nach halb zehn ging es los. Wir waren neun Hörer (Schnuff kam ja erst später dazu), der Tourenleiter vom ADFC und Julia Ehlers von Bremen4. Martin Neuhaus begleitete uns mit dem Live-Mobil. Beziehungsweise trafen wir ihn an einigen Punkten.
Nach zwei kleineren Pausen in Fischerhude und zum Kartenwechsel in Vorwerk nahmen wir Kurs auf Zeven. Dort kamen wir etwas eher als geplant schon um 12:45 Uhr an. Im Café Müller war für uns reserviert und es gab Kaffee und Kuchen für alle. Wir waren kaum drinnen, als es anfing zu regnen. Das ist Timing. Allerdings war der Regen auch Pech für Schnuff. Die konnte schon mittags Feierabend machen und ist um die gleiche Zeit in Rotenburg aus dem Zug gestiegen. Letztlich war das aber auch kein Problem. Da es zur geplanten Abfahrtszeit noch immer regnete und Schnuff auch noch nicht da war, entschieden wir kurzerhand noch ein wenig auszuharren. Gegen 13:00 Uhr war Schnuff schließlich - sicher vom GPS geführt - da und wir gönnten ihr die Zeit, auch noch Stück Torte zu verdrücken.
Danach war der Himmel auch wieder aufgerissen und so konnten wir trockenen Reifens die Tour fortsetzen. Die nächste Pause gab es in Ruschwedel, wo uns Martin ein weiteres mal interviewte. Während wir unser Reise fortsetzten ohne einen Tropfen Regen abzubekommen, schnitt Martin das Material und sendete es ins Funkhaus. Dabei hat es aber wohl so heftig geweht und geregnet, dass er Angst um die Satellitenschüssel hatte...
In Buxtehude bezogen wir eine Stunde vor der geplanten Ankunft unser Hotel und machten uns frisch. Anschließend ging es zum Italiener und schließlich zog ich mit vier weiteren Leuten noch weiter ins Buxtehuder Brauhaus.
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, da wir die 9:00 Uhr-Fähre von Cranz nach Blankenese erreichen wollten. Um 7:30 Uhr ging es los. Während der Tour hatte der Tourenleiter, der sich bisher gegen GPS gesträubt hat (“zu teuer”, “geht mit gutem Kartenmaterial genauso gut”), mein GPS probeweise an seinem Rad montiert und musste spätestens auf der Strecke von Blankenese zum Hotel in Schnelsen zugeben, dass er sich ohne das Gerät zwei, drei Mal verfahren hätte...
Am Samstag hatten wir mit dem Wetter allerdings nicht so ein Glück wie am Vortag: Schon kurz nach Buxtehude fing es an zu regnen. Zu allem Überfluß bekam eine Mitfahrerin dann vier Kilometer vor dem Ziel auch noch einen Platten. Der war allerdings so schleichend, dass wir nur zweimal pumpen mussten, damit ihr Rad die Reststrecke überstand.
Im Hotel hatten wir dann genug Zeit, um uns in Ruhe zu duschen und noch ein Päuschen einzulegen, bevor um 13:00 Uhr die Taxis für die Fahrt zur AOL-Arena bestiegen wurden. Die Fahrer fuhren uns bis direkt vor den Eingang zum Innenraum. So direkt, dass wir schon an der Kartenkontrolle und der Durchsuchung vorbei waren...
Das Konzert war ziemlich anstrengend: Von 13:30 Uhr bis um 23:00 Uhr nur zu stehen, ein wenig zu gehen und ganz eventuell mal auf dem Boden zu sitzen, schlaucht ganz schön. Aber es hat sich 100%ig gelohnt: Es war ein klasse Konzert! Während die ersten Umbaupausen noch ein wenig nervig waren, wurde später jeweils live aus den anderen Stadien übertragen, sodass man immer was zu sehen bekam.
Der Bremen4-Spezialtriathlon war aber nach den Etappen Radfahren und Stadionstehen noch nicht zuende: Nun kamen noch zwei Etappen Fußmarsch auf uns zu: Zum einen 1,6 Kilometer zur S-Bahn (Klasse Anbindung...) und nach einer Einkehr in einem Restaurant am Ziel-S-Bahnhof waren es nochmal 2,8 Kilometer bis zum Hotel. Für die Etappe hätten wir zwar auch den Bus nehmen können, aber der kam erst so spät, dass er uns nicht überholt hat. Todmüde und kaputt fielen wir gegen 1:00 Uhr nur noch in die Betten...
Nach dem Frühstück am Sonntag um 9:00 Uhr war der Rückweg angesagt. Nach der Unterquerung des Flughafens Fuhlsbüttel ging es an der Alster entlang bis zum Hauptbahnhof. Gerade noch rechtzeitg kamen wir an, sodass wir nicht noch eine Stunde auf den Zug warten mussten. In Bremen angekommen, gaben wir noch ein letztes Interview und dann zerstreuten wir uns in alle Himmelsrichtungen. Allerdings nicht ohne gegenseitiges Lob (Klasse Tour, klasse Leitung, super Team,...) und ohne die Mailadressen ausgetauscht zu haben. Vielleicht schaffen wir es ja, noch eine weitere gemeinsame, privat geplante Tour hinzubekommen.
Und wer sich nun (zu Recht) wundert, warum ich keine Bilder oder GPS-Tourdaten eingefügt habe: Die sind schon längst im Internet: Bei
Radio Bremen.
Hier ist aber nochmal der Direktlink zu Google Maps. Den Nachklapp gibt es
hier zu hören.
Im erweiterten Eintrag gibt es aber noch ein paar weitere Bilder, die ich gemacht habe und die nicht auf der Seite von Bremen4 sind: