Saturday, September 29. 2007Ein langer Tag...
Heute vor genau drei Jahren... bekamen wir den Telefonanschluß. Zu dem Zeitpunkt zwar noch ohne DSL, aber immerhin konnten wir schon mal über eine PrePaid-Karte surfen. Damit bekamen wir die Zeit, die wir auf das Angebot der Maler warteten, sowie die Zeit die wir auf die Reparatur der Klimaanlage warteten auch gut rum.
Die Maler wollten 360 Euro für alles haben. Da Ness, der uns das als Übersetzer telefonisch mitteilte, musste allerdings in eine Klausur, sodass keine Zeit war, noch groß zu handeln. Das kommt aber noch. Die Warterei auf die Klimaanlagenmonteure brachte uns noch einmal die thailändische Zeitrechung näher: Sie waren nämlich eine Dreiviertelstunde zu spät. Aber nach der Reinigung und Trocknung des Filters, dem Nachfüllen von Kühlflüssigkeit und einigen Tritten hier und Schlägen dort (gegen Kratzgeräusche, die der Rotor der Ausseneinheit machte), funktionierte die Anlage wieder einwandfrei. Danach hatten wir dann ja endlich “frei” und so konnten wir uns erst einmal auf die Suche nach was essbarem machen. Da es allerdings erst kurz nach zwei war, hatte der Stand, auf den ich meinen Mitbewohner schleifen wollte, noch gar nicht geöffnet. So gingen wir zum ersten mal zu einer älteren Dame auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die Spieße in allen Varianten anbot. Insgesamt entschieden wir uns für 10 Spieße in drei Sorten: Einmal ein großes Stück Brust und einmal zwei kleinere Stücken. Außerdem hatten wir Spieße mit einer frittierten Geflügelwurst. Alles natürlich in einem Teigmantel. Der Spaß kostete uns mal wieder einen ganzen Euro. Aufgrund der Größe der Fleischstücke hätten wir das Doppelte erwartet. Dazu gab es eine süß-scharfe Soße und für jeden von uns eine Art Keks. Auch aus dem Teig, in dem die Spieße waren, aber auch mit irgendeiner undefinierbaren Füllung. Auf dem Weg in die Wohnung trafen wir Michael, den wir gleich einluden, mitzuessen. Es war auch für drei Leute gut ausreichend. Das Ganze war mal wieder super lecker – vor allem mit der Soße dabei. Nachdem wir aufgegessen hatten, sind mein Mitbewohner und ich noch mal los, um Getränke und Eis einzukaufen – als hätten wir eine Vorahnung gehabt. Es wurde gerade dunkel — wie immer so gegen 18:30 Uhr — als es anfing zu Blitzen und zu Donnern. Eine gute halbe Stunde konnten wir uns das Spektakel ansehen, ohne dass auch nur ein Tropfen Regen fiel. Dann allerdings fing es sintflutartig zu regnen an. Eineinhalb Stunden später gingen wir mit Michael zum Essen und da war es schon wieder trocken! Auf dem Weg trafen wir Roger (den Schweizer) und er zeigte uns ein Restaurant(!) auf der anderen Straßenseite — das 4x4. Zwar kosteten die Speisen hier ca. 1,60 Euro, dafür war es aber eben ein Restaurant mit vollem Service. Keine der Bedienungen sprach englisch und sie hatten auch nur eine Karte in Thai. Dennoch sind wir alle satt geworden und hatten leckere Sachen. Zunächst gab es Fisch in Rhabarber-Schnipsel-Form (wirklich!) auf einem kleinen Salat mit Sojasoße und einer Art (extra scharfen) Meerrettich. Danach gab es Hähnchenfiletstücke im Teigmantel auf frittierten Blattstreifen (die aussahen wie Algen). Das Ganze war mit einer Käsesoße überbacken (mein absoluter Favorit!). Unser drittes Gericht war eine Art warmer Zitronengrassalat auch mit ein wenig Fleisch, etc. und zu guter letzt hatten wir einen „explodierten Fisch“, von dem Roger eiskalt die Schwanzflosse knabberte. Man muss sich vorstellen, dass von einem ganzen Fisch der Fleischteil abgenommen wurde und mit scharfen Gewürzen geröstet wurde. Das Ganze war dann mit der Schwanzflosse wieder auf dem Teller drapiert. Zunächst tranken wir Bier zum Essen und stiegen auf 100 Pipers (Scotch Whisky) um. Gemixt mit Pepsi und Soda. Daraufhin wurden auch gleich die Biergläser abgeräumt — halbvoll... Wir tranken und tranken ein Glas nach dem anderen, aber die Flasche wurde nicht leerer. Die Mischungen waren einfach zu schwach um dem Füllstand der Flasche zu schaden. In dem Restaurant wurde man nämlich komplett umsorgt: War das Glas halbleer, wurde es prompt entwendet und wieder aufgefüllt. Somit hatten wir gar keine Chance, die Mischungen zu beeinflussen. Nachdem wir eingesehen hatten, dass es noch ewig gedauert hätte, die Flasche zu leeren, beschlossen wir zu zahlen (1085 Baht – also gute 20 Euro für alles) und machten uns auf den Heimweg. Draußen wurde Michael in ein Gespräch verwickelt, während Roger schon nach Hause ging und ich mit meinem Mitbewohner noch im Kiosk war. Drei Studenten der KMUTT aus dem Fachbereich „Electrical Engineering“ hatten ein Assignment für den Englischkurs zu machen, das daraus bestand, jeweils ein Interview mit einem Farang zu führen. In unserer guten Laune luden wir sie gleich ein, mit uns auf unser Appartement zu kommen, um dort das Interview (sollte ca. 20 Minuten dauern) in Ruhe zu führen. Unterwegs gabelten wir noch Ness auf. Zunächst boten wir erst einmal etwas zu trinken an (Rum-Cola war durchaus beliebt) und führten nacheinander die Interviews. Darin kamen Fragen vor wie „Did you see Thai Movie?“, „How long do you stay here?“ oder „What recommendations do you have for the facilities at the international airport?”. Wir machten noch ein paar Fotos, die wir ihnen gleich auf den mitgebrachten Memory-Stick packten, damit sie vielleicht noch einen kleinen Bonus haben. Für unser Album machten wir auch noch ein paar Bilder. Nur gut, dass wir so viele Getränke eingekauft hatten, denn der Abend war noch nicht zu Ende. Wir unterhielten uns noch eine ganze Zeit mit den Jungs. Sie sprachen sogar ein klein wenig deutsch, da sie auch noch einen Deutsch-Grundkurs besuchen. Werder Bremen kannten sie und wussten sogar, dass Ailton zu Schalke gegangen ist. Ich zeigte denen ein paar Bilder von der Meisterfeier, was sie sehr beeindruckte. Wir boten an, dass wir deren Deutschkurs mal besuchen können, wenn der Lehrer damit einverstanden ist. Wir sagten den dreien zwar, dass sie gehen können, wenn sie wollen und dass sie nicht aus Höflichkeit da bleiben müssen, so sie das nicht wirklich wollen, dennoch meinte Ness später, dass zwei von denen am nächsten Tag eine Klausur zu schreiben hatten. Wir hätten sie also besser „hinaustreten“ sollen, mit den Worten „ihr solltet vielleicht noch an dem Interview arbeiten“. Das wäre hier anscheinend nicht unhöflich gewesen und sie hätten sich wohler gefühlt. Außerdem meinte Ness, dass die superglücklich waren über die Interviews, da sie die am nächsten Tag abgeben mussten und ansonsten hätten in die Kao San Road gehen müssen, wo sie es mit Sicherheit wesentlich schwerer gehabt hätten, Leute zu einem Interview zu überreden. Ness ist auch nach Hause und gegen halb fünf waren wir auch endlich im Bett... Friday, September 28. 2007Maler, DSL und Elektonikeinkauf...
Heute vor genau drei Jahren... waren mein Kommilitone und ich zunächst ein weiteres mal beim Makler: Wir bekamen das OK dafür, die Wohnung (auf unsere Kosten) streichen zu lassen und den Maler gleich mit an die Hand (der saß da tatsächlich, obwohl wir dem Makler nie gesagt hatten, wann wir uns bei ihm melden...). Außerdem kündigte er uns für den Folgetag den Klimaanlagenmann an, da eine von dreien nicht funktionierte. Zu guter Letzt hatte er das Formular für die DSL-Beauftragung da und wir sollten nur noch angeben, welche Geschwindigkeit wir gerne hätten. Wir entschieden uns für 2540/512 kBit und als er sagte, dass der Anschluß vermutlich zwei Tage später schon stehen wird, fiel uns endgültig die Kinnlade herunter.
Den Maler nahmen wir an die Hand und mit Ness Hilfe machten wir ihm klar, was wir erwarten. Während ich mit Michael was essen ging (ja, essen hat in Thailand den Stellenwert, dass man ihn auch täglich bloggen kann), klärten mein Kommilitone, Ness, der Malermeister(?) und seine dazugekommenen Gesellen, dass nur übergestrichen wird und dass Tisch und Stühle neu lackiert werden. Ausserdem reparieren sie auch noch einen der Stühle, dessen Bein sehr locker ist. Den Preis sollten wir am Folgetag bekommen. Nachdem das alles geklärt war, fuhren wir zu viert zum Panthip Plaza (siehe ältere Einträge) und kauften das Notwendige ein: Ein DSL-Router + Switch für meinen Kommilitonen und mich, sowie einen MP3-Player für Michael. Als wir wieder draußen waren (nach ca. zwei Stunden Suchen, Preisvergleich und Handeln), verschwand Ness kurz um die Ecke. Er kam mit frisch gepresstem Apfelsinensaft für alle und Tintenfischarmen (zum Glück nur für sich) zurück. Super lecker (also der Saft...)! Nach einer guten halben Stunde Fahrt, hatte das Taxameter ca. 18 Kilometer und nur rekordverdächtige 4 Minuten Standzeit zu verzeichnen! Natürlich ging es am Abend wieder einmal zu Essen, dann aber mal ohne den Umweg über die Kneipe wieder in die Wohnung... Thursday, September 27. 2007Kontoeröffnung auf Thailändisch
Heute vor genau drei Jahren... eröffneten mein Kommilitone und ich unser gemeinsames Konto bei der nahegelegenen Bank. Den Weg von ca. einem Kilometer meinten wir auch ohne Taxi oder Pokpok (Mini-Pickups mit fester Route für 10 Cent, egal wie weit man fährt) zurücklegen zu können. Ein Fehler, wie sich herausstellte: Unsere Hemden klebten uns klatschnass am Rücken, als wir an der Bank ankamen.
Ein hilfesuchender Blick und schon kam eine Angestellte und nahm uns ins Schlepptau zur Kundenberatung, bzw. deren “Wartezimmer”. Zwischendurch kam eine andere Angestellte und gab uns je ein Formular für die Eröffnung. Es dauerte ein wenig, bis wir ihr klar machen konnten, dass wir ein gemeinsames Konto haben wollten, aber auch das ging dann problemlos. Ein wenig diskutieren mussten wir, bis wir auch eine ATM-Karte bekamen, denn die bekommt man eigentlich nur, wenn man ein thailändisches Einkommen hat. Da unser Kreuz zum Thema Einkommen aber beim zweithöchsten von 6 Kästchen war, schien es nun doch kein Problem zu sein. Die Kontoeröffnung kostete 5 Euro, dafür war die Kontoführung aber kostenlos. Genial gelöst ist in Thailand der Geldfluß und die Automatenbedienung: Am Überweisungsautomaten gibt man Kontonummer und Bankleitzahl an und bekommt sogleich den Namen des Kontoinhabers angezeigt (auch bei Fremdbanken!), sodass man die Daten sicher verifiziert hat. Ausserdem steht dem Empfänger das Geld sofort(!) zur Verfügung. Jemand, der also am ATM kein Geld bekommt, da das Konto nichts hergibt, kann also jemanden anrufen und nach der Überweisung das Geld sofort abheben! Was allerdings nicht so praktisch ist: Wir konnten keinen Dauerauftrag für die Miete einrichten... Auf dem Rückweg kauften wir noch Gebäck und Früchte und wieder zuhause testeten wir unsere Waschmaschine das erste mal unter realen Bedingungen (zwei Waschgänge ohne Wäsche liefen schon am Vortag). Das Beste: Die Wäsche kam nicht nur heil raus, sondern auch noch in der richtigen Größe und sauber! Am Abend waren wir wieder mit Michael und Ness unterwegs: Zunächst auf dem Food Market und anschließend in der Kneipe gegenüber der Wohnanlage und schließlich bei uns noch auf ein paar Bierchen. Tuesday, September 25. 2007Die Sonne kommt raus... :-(
Heute vor genau drei Jahren... passierte eigentlich nicht viel. Beim Makler haben wir den Mietvertrag unterschrieben, wir waren “in der Stadt”, um noch ein paar Dinge für die Wohnung zu kaufen und da mein Kommilitone den ganzen Tag keinen Appetit hatte, bin ich mit seinem Chatpartner zweimal essen gewesen: Abends mit ein paar Freunden von ihm, die allesamt aber kein englisch sprachen. Ich verstand nur Bahnhof und “Edward Norton”. So sehe ich nämlich aus — behaupteten sie. Es sollte nicht das letzte mal (unabhängig voneinander) sein, dass ich als “looks like Edward Norton” bezeichnet wurde.
Das Wetter wurde langsam besser: Die Luftfeuchtigkeit ist zurückgegangen und insgesamt war es sonniger. Das hatte allerdings auch den Nachteil, dass es gleich wärmer war... Monday, September 24. 2007Eine eigene Wohnung!
Heute vor genau drei Jahren... mussten wir erst einmal den Pumakäfig lüften
Jan war ja nun schon ein Semester da und kannte sich dementsprechend aus und schleifte meinen Kommilitonen und mich somit zu einem Makler, der Wohnungen in der Wohnanlage (Ban Suan Thon) vermittelte. Michael wollte Jans Wohnung dann übernehmen. Wir ließen uns drei, vier freie Wohnungen zeigen und überaschenderweise war es die günstigste Wohnung, die uns am Besten zusagte. Zwar sind alle Wohnungen (annähernd) gleich geschnitten, aber die Ausstattung und der Zustand sind teilweise sehr unterschiedlich. Die Wohnung die es sein sollte, war komplett mit Küche, Waschmaschine, Essecke, zwei Schlafzimmern, drei Klimaanlagen und sogar TV und Radio ausgestattet. Da fiel uns die Entscheidung nicht schwer und wir holten bei der Bank Geld für Deponat und Miete: Keine zwei Stunden später waren wir “eingezogen”... Den Nachmittag verbrachten wir damit, die Wohnung halbwegs auf Vordermann zu bringen: Etlichen Müll mussten wir noch entsorgen und sie zumindest grundlegend sauber machen. Für später wollten wir uns eine Putzkraft kommen lassen (hey: Wir sind Studenten, das steht uns zu). Insgesamt waren wir der Meinung (und sind es immernoch), dass man über die 130 Euro Monatsmiete nicht meckern kann! Am Abend wollten wir die anderen eigentlich zu einer Einweihung einladen, aber Michael, Jan und seine Freundin brachten die beiden anderen Freunde zur Khao San Road, von wo aus sie auf irgendeine Insel aufbrachen. Mein mitwohnender Kommilitone und ich haben am Abend wieder lecker auf dem Food Court gegessen und anschließend kamen Michael (der schon früher aus der Khao San wiederkam) und Ness (der Chatfreund meines Kommilitonen) vorbei. Ness stand uns den Abend Rede und Antwort, um unsere zahlreichen Fragen zur Thailändischen Kultur (vor allem Dos und Don'ts) zu beantworten. Dadurch, dass er längere Zeit in Schottland gewohnt hat, ist ihm die europäische Kultur durchaus geläufig und er konnte uns somit gezielt auf mögliche Fettnäpfchen hinweisen. Sunday, September 23. 2007Jetzt wird es voll
Heute vor genau drei Jahren... sind Michael, der andere Kommilitone und ich gegen Mittag erst einmal in die Uni. Wir trafen zunächst niemanden an und so blockierten wir den Internetrechner, um mal wieder die Heimat mit Informationen zu versorgen. Während wir surften kam eine Angestellte und so konnten wir die nötigsten Informationen bekommen: Bis zum 22. Oktober hatten wir frei. Erst dann müssen wir uns einschreiben und damit sie alles notwendige von uns haben, ließen wir Passkopien und unsere Telefonnummern da. Der Kommilitone hatte schon vor unserer Abreise per Chat einen Information Technology-Studenten (Ness) kennengelernt, den wir im Anschluß trafen. Er zeigte uns das Unigelände und so kannten wir neben “unserer” Fakultät (Computer Engineering) eben auch IT und Computer Science, sowie die “Mensa” (also wieder so eine Art Food Court — nur noch günstiger).
Auf dem Rückweg — am frühen Nachmittag — stand der Mann mit Hut schon da und so kauften wir uns zehn seiner leckeren Spieße (Stück: 10 Cent). Außerdem an einem benachbarten Stand eine Viertel Ananas (fertig filettiert: 20 Cent) und eine Viertel Melone (ebenfalls 20 Cent). Nachdem wir das verputzt hatten, ruhten wir uns von den bisherigen Strapazen Zwar war es draußen in der Nacht kühler als drinnen, aber mangels Fliegengitter war nicht daran zu denken, die Balkontür aufzumachen. Allerdings haben mein Kommilitone, Michael und ich anscheinend doch sehr gut geschlafen, denn gegen 4:00 Uhr klingelte mein Wecker und keiner hat ihn gehört. Wirklich keiner? Einer aus von Jans Freunden, die im Nachbarzimmer geschlafen haben, kam irgendwann rüber und entledigte dem Wecker seiner Batterie — wie wir am nächsten Morgen erst erfuhren... Saturday, September 22. 2007Der zweite Tag in der Ferne
Heute vor genau drei Jahren... schliefen wir erst einmal aus! Immerhin waren es ja fünf Stunden Zeitverschiebung. Als wir um 11:00 Uhr aufstanden, war es somit “gefühlte 6:00 Uhr”. Michael war ja nun schon eine Woche in Bangkok und spielte somit unseren¹ Fremdenführer. Allerdings machten wir kein Sightseeing, sondern wollten die notwendigsten Dinge kaufen: SIM-Karten für unsere Handys und Michael wollte ein paar Lautsprecher haben, um mal wieder vernünftig Musik hören zu können.
Also fuhren wir in die “Innenstadt” — wenn man das denn so bezeichnen will, denn bei einer Zwölf-Millionen-Metropole kann es das Zentrum gar nicht geben. Unser Ziel hieß zunächst Mahboonkrong, den Touristen besser bekannt als MBK. Es befindet sich direkt am belebten Siam Square, welches von etlichen Einkaufsmalls und kleineren Geschäften umgeben ist. Außerdem ist der Siamsquare ein Verkehrsknotenpunkt des öffentlichen Personennahverkehrs: Die beiden Linien des Skytrain — also der Hochbahn — kreuzen sich hier. Mit eben diesem Skytrain sind wir auch zum MBK gefahren. Da der allerdings erst ab dem Chao Phraya, dem Fluß an dem Bangkok liegt, fährt, sind wir zur Endstation Saphan Taksin vorher mit dem Bus gefahren. Die Busfahrt kostete 8 Cent pro Person, für den Skytrain mussten wir ganze 50 Cent berappen — dafür ist er Das MBK selbst ist eine riesige Mall, in der auf fünf oder sechs Etagen so ziemlich alles verkauft wird. Zwei weitere Etagen sind voller Restaurants und Entertainment (Kinos, Bowling, Spielhallen,...). Die Etage mit den Möbeln und die zwei Etagen mit den Klamotten interessierten uns zunächst nicht. Wir sind gleich in die vierte Etage, in der es (fast) nur Elektronik und dort überwiegend Handys gab. Um die Lautsprecher zu kaufen, wollte Michael ins Pantip Plaza von dem wir wussten, dass es ähnlich dem MBK eine große Mall ist, es dort aber nur(!) Computerläden gibt. Dummerweise wussten wir nicht, wo es sich befindet und so fragten wir die Tuk-Tuk-Fahrer. Nachdem erst “horrende” Preise von vier bis fünf Euro für eine Fahrt genannt wurden, wusste Michael, dass es gar nicht so weit sein konnte und handelte einen Fahrer auf 1,60 Euro herunter. Der Fahrer fuhr dann kreuz und quer durch irgendwelche kleineren Straßen, aber das kam mir schon von vornherein etwas komisch vor. Letztlich landeten wir dann aber am Ziel — direkt und ohne bei einem Teppichhändler oder Juwellier gewesen zu sein... Das größte Problem im Pantip Plaza ist es, das man handeln und vergleichen muss. Und, wenn man später dann wieder zu dem Händler mit dem besten Angebot will, muss man den erst einmal wiederfinden! So zogen wir nun also zu dritt durch die fünf Etagen voller Computer und Elektronik und im achten oder neunten Laden fand Michael dann auch das richtige. Zwar bekam er den Preis nur von 16 auf 15 Euro gedrückt, aber vergleichbare Lautprecher mit Subwoofer hätte es zur damaligen Zeit in Deutschland unter 50 Euro vermutlich nicht gegeben. Wieder auf der Straße sahen wir von weitem in einer großen Querstraße die Stelzen des Skaytrains und steuerten drauf zu. Und siehe da: Die dortige Station war nur eine Station vom Siam Square — und damit dem MBK — entfernt. Der Tuk-Tuk-Fahrer ist also tatsächlich nur mit der Kirche ums Dorf gefahren, um den Weg etwas länger erscheinen zu lassen. Mit dem Skytrain und danach wieder dem Bus ging es wieder zurück zu “Michaels” Wohnung. Über die dünne Telefonleitung haben wir zunächst mal Mails gecheckt und uns danach ein wenig ausgeruht. Michael traf sich derweil mit den beiden Schweizern, die im Sommersemester an der KMUTT studiert hatten. Gegen Abend riefen wir kurz bei Michael an, um zu fragen, wo sie sind und ob sie schon gegessen hatten (die frische SIM-Karte will ja genutzt werden...) und gingen schließlich zu ihnen rüber in die Bar, in der wir schon den Vorabend verbrachten. Da man auf Grund der Temperaturen nie viel auf einmal ißt, passten wir uns dem an und holten uns (dies war “Mahlzeit” drei an dem Tag) je zwei Saté-Spieße, die wir auf dem Weg in die Bar verputzten. Dort erzählten uns die Schweizer dann noch alle möglichen, nützlichen Dinge: Wo kann man in der Umgebung waschen (lassen)? Wo ist ein Friseur? Welche Alternativen gibt es zum Food Court? Warum trinkt man das Bier mit Eis? etc. Letztere Frage ist übrigens einfach zu beantworten: Zum einen, damit das Bier kalt bleibt, zum anderen ist das Bier mit 6Vol-% Alkohol eh stärker, sodass es mit Eis auf europäische Verhältnisse heruntergemischt ist Nachdem der Pitcher leer war, versuchten mein Kommilitone und ich uns an Cocktails. Er nahm einen Planters Punch und ich einen Mai Tai. Sie schmeckten beide nicht im entferntesten nach dem, was wir uns darunter vorstellten. Mein Mai Tai war zwar gut, aber eben kein Mai Tai. Meinen Kommilitonen hat es ungleich schlimmer erwischt: “Als wenn man sich auf den Kanaren mit dem entsalzten Meerwasser die Zähne ausspült, nachdem man mit Minzzahncreme geputzt hat” war sein Fazit... Während wir die Cocktails vernichteten, war Michael mit zu den Schweizern gegangen, um uns eine DVD für den weiteren Abend auszuleihen. Als er wieder da war, stand schon ein Pitcher Bier auf dem Tisch, mit dem wird dann die Cocktails nachspülten. Auf dem Rückweg in die Wohnung wollte ich eigentlich noch ein paar weitere Hähnchenspieße essen, aber leider war der empfohlene “Mann mit Hut” schon weg und auch sonst konnte ich keine ausmachen. Somit wurden es noch ein paar Hackspieße, die aber auch recht lecker waren. Der Abend klang dann mit der DVD, Chips und Dosenbier, sowie dem zweifelhaften Versuch, über Analogmodem im Internet zu surfen aus. __ ¹ Anmerkung: Wannimmer ich von “wir” spreche, meine ich im Allgemeinen meinen Kommilitonen und mich damit. Wir sind zusammen geflogen und haben uns das halbe Jahr eine Wohnung geteilt. Er möchte jedoch nicht namentlich erwähnt werden. Friday, September 21. 2007Ankunft in Bangkok
15 Minuten vor der geplanten Ankunft sind mein Kommilitone und ich in Bangkok gelandet. Passkontrolle und Zoll konnten wir problemlos passieren: Das (vorläufige) 90-Tage-Visum war in Ordnung und für mitgebrachte Dinge wie Laptops und sonstigen technischen Schnickschnack interessierte sich der Zoll nicht (obwohl wir uns bei “Goods to declare” angestellt hatten).
Da wir niemanden mit einem Schild am Flughafen fanden, der uns abzuholen schien, schnappten wir uns eine Limousine und fuhren für umgerechnet 15 Euro zur Uni. Ein Touristennepppreis, wie sich später herausstellten: Zwar sind es über 30 Kilometer mit mautpflichtigem Highway, aber in einem Taxi mit Taxameter hätten wir gerade mal fünf Euro bezahlt... Natürlich hatten wir vergessen, die Mail mit den weiteren Informationen auszudrucken. Mein Kommilitone wusste zwar noch “Hauptgebäude, 2. Stock: International Office”, der Guard meinte auf Grund unseres Gepäcks aber, dass wir doch eher ins Guest House gehören und verfrachtete uns dort hinüber. Die Damen dort waren aber sehr hilfreich und als wir noch ein Schriftstück (auf Thai) mit dem Briefkopf unserer Fakultät vorlegten, konnten sie uns auch wirklich weiterhelfen¹ und ein Mitarbeiter fuhr uns sogar quer über das Unigelände zur Fakultät. Dort wurde dann versucht, die Nummer von Michael, unserem zweiten Kommilitonen herauszufinden, was sich aber nicht als so einfach gestaltete. Letztlich habe ich per Internet in meine Mails geschaut (für die Nerds unter den Lesern: Mit ssh und pine — macht Spaß mit der Latenz Er wohnte in der Wohnung eines unserer Vorgänger, der das Sommersemester in Thailand verbrachte und gerade in Vietnam war. Die Wohnung war nur ein paar Hundert Meter entfernt in Ban Suan Thon, sodass er ein paar Minuten später da war. Nachdem in der Fakultät alles geklärt war, sind wir zu Michael in die Wohnung, haben erst einmal unsere Sachen abgeladen und nachdem wir uns mit der dringend notwendigen Flüssigkeit versorgt haben, sind wir erst einmal mit dem Bus für 70 Cent (pro Person) ein paar Kilometer weiter zum nächsten großen Supermarkt gefahren. Bis wir Michael (endlich) erreicht hatten, wussten wir nicht, wo wir die Nacht hätten schlafen sollen (OK: Hotels gibt es genug, aber wir hatten halt noch keinen Plan...), aber das ist ja, was einen Auslandsaufenthalt zu einem Abenteuer macht Im Supermarkt (bzw. dessen Mall) haben wir erst einmal das thailändische Essen genossen und anschließend eingekauft. Den Rückweg traten wir mit dem Taxi an, was in der Summe (zu dritt) sogar noch günstiger war: 1,20 Euro! So lässt es sich leben. Wieder in der eingezäunten und bewachten Wohnanlage spannten wir eine Runde aus, bevor es gegen Abend zum nahegelegenen Food Court ging. Thailänder kochen eigentlich nie selbst. Das Essen auf der Straße ist einfach so günstig, dass dort wirklich jeder essen geht. Die Food Courts sind Plätze mit vielen fest installierten, überdachten, aber nicht geschlossenen Garküchen und einer Menge Sitzplätze in der Mitte. Man bestellt sich sein Essen an einem beliebigen Stand, bezahlt es und setzt sich irgendwo hin. Wenn es fertig ist, bekommt man es gebracht. Mit Getränken ist es dasselbe, nur, dass es eben eigene Getränkestände, teils mit einer enormen Auswahl, gibt. Ein Essen kostet im Food Court durchschnittlich 80 Cent, mit einem halben Liter Coke ist man immernoch unter einem Euro. Den Abend haben wir in einer Kneipe auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausklingen lassen, in der wir Singha, das bekannteste thailändische Bier aus Pitchern tranken. Das dazugereichte Eis lehnten wir dankend ab - noch. Später tranken wir das Bier wirklich mit Eis... Ein schweizer Kommilitone aus dem Sommersemerster gesellte sich noch zu uns und abgesehen von Michael war er der einzige Nicht-Asiate, den wir seit der Abfahrt vom Flughafen gesehen haben. Genau so stellte ich mir den Auslandlandsaufenthalt vor: Mittendrin statt nur dabei. Der Abend wurde allerdings nicht allzu lang, da wir auf dem Flug ja nicht wirklich schlafen konnten. ____ ¹ Thailänder wollen immer weiterhelfen und erzählen einem auch immer irgendwas. Jemandem nicht helfen zu können, bedeutet in dem Kulturkreis einen ‘Gesichtsverlust’. Kein Thailänder sagt jemals “Weiß ich nicht.”. Eher schickt er einen z.B. zwei Ecken weiter und sagt, dass man dort weiterfragen möge. Möglicherweise ist man dann allerdings zwei Ecken weiter entfernt... Thursday, September 20. 2007Drei Jahre
...ist es schon wieder her, dass ich nach Thailand geflogen bin. 192 Tage Auslandsaufenthalt standen vor mir. 192 Tage in einer völlig andersartigen Kultur, aber eine Kultur, die ich in einem Urlaub acht Jahre zuvor zumindest ansatzweise schon einmal kennenlernen durfte. In dem Urlaub sagte ich mir: “Da bist Du nicht das letzte Mal!”. Dass es letztlich ein Halbjahresaufenthalt wird, ahnte ich damals natürlich noch nicht.
Als ich aber anfing zu studieren und eine Professorin sagte, dass sie dabei sei, in Bangkok eine Partneruni für das verpflichtende Auslandssemester aufzutun, war mir klar, dass ich alles dafür tun würde, einen der beliebten Plätze dort zu bekommen. Letztlich klappte es ja und vor drei Jahren waren natürlich auch alle Vorbereitungen soweit abgeschlossen. Das Abenteuer Thailand stand unmittelbar bevor! Ein halbes Jahr, dass ich nicht missen möchte. Ein halbes Jahr wirklich mal nur pures Uni- und Urlaubsleben. Ohne 15 oder 20 Stunden nebenher zu arbeiten. Ein halbes Jahr, das einem so viele neue Erfahrungen gebracht hat, wie wohl kaum ein anderes. In der Kategorie Exleben habe ich, als ich vor knapp zwei Jahren mit dem Bloggen anfing, geschrieben, was “Heute vor genau einem Jahr...” passierte. Letztes Jahr habe ich den Einstieg verpasst, um die Berichte von September bis Anfang November nachzutragen. Das werde ich nun in der kommenden Zeit machen. Allerdings werden die Einträge nun mit “Heute vor genau drei Jahren...” beginnen... Heute vor genau drei Jahren war logischerweise noch nicht so viel: Die große Verabschiedung von meinen Eltern, meiner damaligen Freundin und ihren Eltern, sowie meiner Tante am Flughafen und der Flug selbst... Saturday, March 18. 2006Zurück nach Bangkok
Heute vor genau einem Jahr sind Corry und ich um 9:00 Uhr aufgestanden und nachdem wir in Ruhe unser Frühstück eingenommen und ausgecheckt hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum JEATH Kriegsmuseum, was zur Folge hatte, dass wir dort angekommen schon völlig durchgeschwitzt waren. Da gleich ein Zug über die Brücke fahren sollte, sind wir erst einmal auf die Aussichtsplattform gestiegen, bevor wir uns im Schatten niederließen, um wieder trocken zu werden. Danach schauten wir uns das Museum an. Ein Teil hatte gar nicht geöffnet, da der nur Sonntags auf ist. Da hatte ich mit meinem Vater damals mehr Glück. Nachdem wir mit dem Museum durch waren, fuhren wir dann mit dem Pickup-Taxi zum Death Railway Museum, allerdings mit einem Zwischenstopp beim KTC, wo ich dann für 13:30 Uhr eine Rückfahrt nach Bangkok buchte (120 Baht pro Person).
Nachdem wir mit dem Museum durch waren, liefen wir wieder zurück zum KTC, bzw. dem Restaurant daneben, wo wir uns in der Hitze (ja auch im Schatten) eine Cola gönnten. Aus 13:30 wurde dann leider nichts, aber gegen 14:15 Uhr war der Minibus dann endlich da und brachte uns auch recht zügig nach Bangkok zurück. Zumindest bis zum Abzweiger zur Rama XIII. Brücke. Danach standen wir dann noch eine gute halbe Stunde im Stau, bevor Corinna und ich den Minibus dann in Höhe der Khao San Road verließen. Dort sind wir dann noch ein wenig durch die Gegend gelaufen und haben Corry noch zwei Shirts gekauft. Außerdem haben wir im Center Khao San noch jeweils ein Sandwich gegessen – Corinna mit Hähnchen, ich mit Thunfisch. Als wir dann mit allem durch waren, sind wir wieder nach Bangmod gefahren und haben erst einmal gewaschen. Gegen 21:00 Uhr sind wir dann nach Suan Maak, wo wir dann gegessen haben. Da der „Mann mit Hut“ heute endlich mal wieder da war, konnte ich ihm die Bilder geben. Anschließend sind wir wieder in die Bell Bakery, wo wir noch einen Cappucino, bzw. einen Erdbeershake getrunken haben. Friday, March 17. 2006Rund um KanchanaburiUm kurz nach 8:00 Uhr kam dann der Minibus, der uns und ein holländisches Paar aufpickte. Erst gab es noch Verwirrung, da irgendwas von „Erawan-Wasserfall“ gemurmelt wurde, wir aber eine andere Tour gebucht hatten. Letztlich war aber alles klar und wir bekamen die Tour wie versprochen. Zunächst ging es zum „Hellfire Pass“ (erstes Bild), einer Schneise, die Kriegsgefangene in den Fels hauen mussten, damit die „Thai-Burma Railway“, auch „Death Railway“ genannt, gebaut werden konnte. Nach dem Besuch des dortigen Museums sind wir auch zur Schneise selbst gelaufen. Den Namen hat der Pass daher, dass wegen zeitlichen Drucks Tag und Nacht gearbeitet wurde – nachts mit funzeligen Tranlampen, dem „Hellfire“. Anschließend sind wir weiter zur heißen Quelle „Hin Dat Hot Spring“. Nachdem ich mir die Beine erst in kaltem Wasser gekühlt und dann im warmen Wasser gebadet habe, wollte ich dann wieder in den kalten Fluss, wobei ich aber auf einer extrem glatten Stufe ausgerutscht und auf den Hintern geknallt bin. Das selbst war gar nicht so schlimm (dort keine Blessuren, nur Hose nass), aber irgendwas hat ein kleiner Zeh abbekommen. Weiter ging es zum Sai Yok Noi Wasserfall. Auf dem Weg dahin schwoll mein Zeh dann ordentlich an und es bildete sich ein schöner dunkelroter Bluterguß. Von daher sind wir am Wasserfall dann nicht mehr so viel durch die Gegend gelaufen und begnügten uns mit der näheren Umgebung, anstatt noch die Quelle zu besuchen. Nachdem dann die gesamte Gruppe wieder zusammen war, ging die Fahrt im Minibus weiter zu einer kleinen Bahnstation in deren Nähe hölzerne Brücken waren, die wir zunächst besichtigten, bevor wir dann in den Zug einstiegen, mit dem wir dann über besagte Brücken wieder zurück nach Kanchanaburi und schließlich über die „Brücke am Kwai“ fuhren. Direkt nach der Brücke stiegen wir dann auch aus und hatten noch eine Viertelstunde Zeit, um uns die Brücke und Umgebung anzusehen. Danach sind wir dann wieder zum 7Eleven, um noch die Getränkeversorgung zu sichern und dann wieder unsere Hütte. Thursday, March 16. 2006Ab nach Kanchanaburi
Heute vor genau einem Jahr konnte ich Corry gegen 10:00 Uhr auch endlich zum Aufstehen bewegen, nachdem ich schon eine Maschine Wäsche gewaschen und aufgehängt hatte. Als wir unsere Sachen gepackt und sonst auch alles fertig hatten, sind wir gegen 12:30 Uhr mit dem Taxi los zur Thonburi Station, von wo um 13:50 Uhr unser Zug nach Kanchanaburi fahren sollte (die Abfahrtszeit kannte ich ja noch). An der Station haben wir dann noch ein wenig was zu futtern eingekauft und die Tickets (25 Baht pro Person) gelöst. Der Zug fuhr auch pünktlich los und kam in Kanchanaburi auch nur mit wenigen Minuten Verspätung um kurz nach 16:30 Uhr an. Im Zug haben wir schon einige Prospekte von Unterkünften in Kanchanaburi bekommen und für das „Blue Star Resort“, in dem ich auch schon mit meinem Vater übernachtet hatte, stand sogar ein kostenloser Rikscha-Service bereit. Die Rikscha war zwar sehr eng, aber immerhin brachte uns der fleißige Mann gut ans Ziel. Nachdem wir eingecheckt und uns mit Hilfe der Klimaanlage ein wenig runtergekühlt hatten, haben wir im Kanchanaburi Travel Center eine Tour für den folgenden Tag gebucht (450 Baht pro Person) und sind noch zum Soldatenfriedhof gelaufen. Auf dem Rückweg haben wir dann im Restaurant neben dem Travel Center gut und lecker gegessen – auch das Restaurant war mir schon vom letzten Besuch bekannt. Wir hatten uns Hähnchen mit Cashewkernen, Hähnchen mit Basilikum und Schwein mit Pfeffer und Knoblauch bestellt (typisch Thai eben: Mehrere Gerichte bestellen und in die Mitte des Tisches. Jeder ist von allem). Im TV dort lief American Pie 2 (immerhin nicht schon wieder mal „Die Brücke am Kwai“...), den wir dann auch noch zu Ende geschaut haben. Danach haben wir uns im 7Eleven noch mit ein wenig was zu knuspern und zu trinken eingedeckt und sind dann wieder zurück ins „Resort“.
Wednesday, March 15. 2006Touritag und GeburtstagsfeierUm 17:30 Uhr trafen Corry und ich uns dann vorne mit Michael und Momo, um zu Taos Geburtstagsparty zu fahren. Corry und ich übernahmen ein Taxi und gabelten an der Uni dafür noch Jens auf. In einer ewig langen Kolonnenfahrt sind wir dann quer durch die Stadt zum Haus von Taos Eltern gefahren. Das liegt auf Höhe des Flughafens, allerdings östlich davon – also quasi ziemlich genau am anderen Ende der Stadt. Gegen 1:00 Uhr konnten wir dann auch Michael überzeugen, dass es dann doch besser Zeit ist zu gehen, da wir die letzten auf der Party waren. Corry und ich nahmen Momo im Taxi mit und fuhren wieder nach Bangmod. Allerdings wieder einmal über die Rama II Road, da ich auf der Brücke nicht aufgepasst hatte. Als wir von der Parallelstraße dann auf die Puttha Buchta Road biegen wollten, sagte Momo erst „links rum“, was ich dann allerdings intervenieren musste – obwohl sie da schon wesentlich länger wohnte als wir... Letztlich sind wir gut, aber sehr spät wieder angekommen. Tuesday, March 14. 2006Mann mit Hut
Ich schrieb schon einmal in einem Beitrag über den „Mann mit Hut“.
Der „Mann mit Hut“ stand trotz seines fortgeschrittenen Alters fast täglich am Eingang unserer Wohnanlage und verkaufte da täglich von 15:00 Uhr bis gegen 21:00 Uhr seine Hähnchenspieße. Auch wenn man als Europäer solchen Straßenständen eher skeptisch gegenüber steht: Wenn jeder so arbeiten würde wie er, hätte man keinen Grund dazu. Seine rohen Spieße liegen in einer gekühlten Styroporbox, vor jedem Neuauflegen wäscht er sich penibel die Hände am mitgebrachten Wasserkanister. Er produziert nicht auf Masse, sondern nimmt sich Zeit dafür. Da kann es schon mal sein, dass man länger warten muss. Lieber schneidet er mit der Schere ein verkohltes Stück ab, als dass er noch halb rohe Spieße verkauft. Außerdem waren seine Spieße – bei gleichem Preis – die am üppigsten bestückten. Und unserer Meinung nach auch die leckersten. Am 10. März machte ich dann nach einer Fototour durch die Umgebung auch ein paar Bilder von ihm. Zum Schluß hin war er dadurch sichtlich genervt, als ich ihm dann allerdings dann später Abzüge der besten Bilder schenkte, war er darüber hocherfreut und stolz zeigte er sie dann auch gleich den umstehenden Leuten... Hier ein paar der Bilder: Continue reading "Mann mit Hut" WiedersehenAuf der Rückfahrt hat sie sich dann zuhause gemeldet und die Ananas gegessen, für die ich auf dem Hinweg nochmal angehalten habe. Wieder in Ban Suan Thon angekommen, ruhte sich Corry ersteinmal aus. Zusammen mit der Erkältung, die sie mitbrachte, machte sich der Flug dann doch bemerkbar. Abends sind wir dann mit dem Taxi noch einmal gemütlich zum Suan Lum Night Bazar gezuckelt und haben uns da ausführlich nach Andenken, etc. umgesehen und etwas gegessen, bevor Corry dann endgültig geschafft ins Bett fiel. ¹die Fotos vom „Mann mit Hut“
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Kommentare
Wed, 28.12.2011 13:54
Ich verstehe nicht, wo das Pro blem her kam. Bei mir installi erte Ubuntu auf einem Dell- La ptop sofort ohne Problem [...]
Tue, 04.01.2011 08:22
Wow zu Lunik wär ich auch gern gegangen! Könnte euch nen Bericht über Rock im Park näc hstes Jahr liefern, auch [...]
Wed, 19.05.2010 23:37
Wirklich echt schöne Videos vo m A380! Ein tolles Flugzeug!
Thu, 21.01.2010 01:14
Zufällig grade hier gelandet. Du hättest auch über System un d sprachverwaltung gehen könne n sollst sowieso machen [...]
Wed, 20.01.2010 19:55
Eben und aus genau dem zuletzt genannten Grund sind Linux un d ich auch immer noch keine Fr eunde